ADHS Elternbericht Teil 4

Soo, nun mal weiter mit der Fortsetzung.
Sebastian war nun 1 Jahr auf der Welt und wir hatten eine fantastische und wundervolle
Zeit. Eine etwas einschneidende Situation war die Trennung von seinem Vater (bereits in
der Schwangerschaft), das allerdings war bitter nötig.
Die Geburtstagsgeschenke waren meiner Meinung nach ganz typisch.
Es gab einen Würfel, in dem man verschiedene Formen einstecken konnte, ein paar
Bilderbücher, ein paar Klamotten (nicht das wir nicht schon genug hätten), ein Dreirad
und einen Bobycar.
Nun konnte ja das Leben des munteren Kleinkindes losgehen 🙂

Kurz nach seinem ersten Geburtstag hatten wir eine Menge Probleme mit der Familie
seines Vaters, also seine Tanten väterlicherseits. Der liebreizende Exmann war der
Meinung, ich könne mich ja nicht ausreichend um den Zwerg kümmern und wollte seiner
Schwester das Sorgerecht übertragen.
Kurze Bemerkung zum Grund:“Die Schwester war sterilisiert, bereute das und wollte nun
unbedingt nochmal ein Kind. Das sollte Sebastian sein.“ Aber ohne mich! Ich hatte mit
einer Überprüfung des Jugendamtes kein Problem und bekam nun für 4 Wochen 2 tolle
Familienhelfer, die täglich zu den möglichsten und unmöglichsten Zeiten vor meiner Tür
standen. Nun ja, die Mühe war es wert. Das Jugendamt hatte nichts zu beanstanden und
das Familiengericht sprach mir das alleinige Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht
zu.

Wir führten während dieser 4 Wochen auch viele Gespräche und ich entschied, mit deren
Unterstützung, um den 2. Geburtstag von Sebastian umzuziehen, weit weg von den ach
so liebreizenden Familienmitgliedern.

Aus einer Internetbekanntschaft (kurz vor Sebastians Geburt) entwickelte sich eine sehr
gute Freundschaft und große Vertrautheit. Praktisch war, das die Stadt knapp 400 km
entfernt war. Also weit genug. Die Würfel waren gefallen und wir machten uns auf die
Suche nach einer geeigneten Wohnung. Das Internet bietet ja auch auf große Entfernung
viele Möglichkeiten. Ich freute mich, und war nur ein wenig traurig darüber, das ich
meine beste Freundin nicht mitnehmen konnte (sie wollte einfach nicht).

Es sollte noch eine Weile dauern, bis es soweit war, das wir umziehen konnten….
Diese Zeit nutze ich zur Weiterbildung und arbeitete einige Stunden bei einer Zahnärztin
mit Angstpatienten…. Sebastian nahm ich entweder mit oder eine ganz liebe Freundin
passte auf ihn auf. Eine lustige Zeit, wenn ich mal zurück denke. Wie schnell der Kleine
doch gelernt hat und die Welt begann, zu begreifen. Irgendwie viel zu schnell….

Die anderen ADHS – Elternberichte finden Sie hier.

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