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ADHS Elternbericht Teil 6

Wie immer, Fortsetzung folgt….
Wie in dem vorherigen Bericht zu lesen war, plante ich, mit Sebastian umzuziehen.
Ich suchte also intensiv eine passende Wohnung, 3 Zimmer, das wäre schon nötig,
wenigstens 2,5 (das Schlafzimmer konnte ja ruhig klein sein, ich war ja ohne Partner und
plante auch keinen)…
Nach langen und vergeblichem Suchen (ach ja, da war ja ein Schufa Eintrag…damit gibt
es keine Wohnung) ergab sich eine sehr günstige Gelegenheit. Mein guter Freund Franz,
(mittlerweile schien er mir unersetzlich zu sein), wollte in eine kleinere Wohnung
umziehen und meinte, seine „alte“ Wohnung sei doch was für uns. Volltreffer! 3 Zimmer,
Küche und Bad, in der Wunschstadt, alles in der 1. Etage gelegen, Busverbindung vor der
Tür und eine scheinbar sehr nette, etwas ältere Vermieterin, die nicht im geringsten mit
meinem Schufa Eintrag Probleme hatte (Miete zahlte mir damals ja das Amt).
Nun also Nägel mit Köpfen gemacht…meine Tante half mir sehr oft beim Packen und
Ausmisten. Nun stellte sich heraus, das die Sache mit der tollen Wohnung doch noch
einen Haken hatte. Franz hatte keine kleinere Wohnung gefunden und bat mich um Asyl.
Er wolle gerne, wenn er dürfe, noch ein bisschen Zeit bei uns verbringen, um in Ruhe
eine passende Wohnung für sich zu finden. An sich kein Problem, wir verstanden uns
blenden (so dachte ich mir das zumindest).
Endlich war der Tag gekommen. Der LKW stand vor der Tür und wir luden alle unsere
Sachen ein. Sebastians als letzte, er sollte als erster sein Zimmer wieder bekommen.
Nach scheinbar unendlicher Zeit war unser ganzes Zeug im LKW verstaut und wir
konnten los. Unser geliebter Kater, der mit uns kommen sollte, fuhr im LKW bei zwei
Umzugshelfern mit und wir im PKW meiner Mutter mit Sebastian zusammen hinterher.
Die Fahrt war für Sebastian ziemlich langweilig jedoch ansonsten Ereignislos.
Als wir ankamen, stellten wir mit Schrecken fest, das Franz rein gar nichts von seinen
Sachen in der Wohnung gepackt oder gar weggeräumt hatte. Alles voll. Kurze
Ratlosigkeit, was sollten wir nun tun. Mit vereinten Kräften schafften wir Platz, um
wenigstens Sebastian eine Räumlichkeit zu schaffen.
Den Rest der Sachen verstauten wir in einer schnell angemieteten Garage. Da passierte
dann aber etwas für uns unerwartetes. Sebastian saß im Auto und spielte. in einem
unbeobachtetem Moment betätigte er die Türverriegelung und schloss alle Türen ab. Bei
dem Versuch, die Tür wieder von ihm öffnen zu lassen, drehte er dann die Lautstärke
des Radios voll auf. Er war darüber so sehr erschrocken, das er nur noch bitterlich
weinte. Franz öffnete dann die Autotür ziemlich schnell mit einem Draht und Sebastian
verbrachte den Rest des Abends in meinen Amen und war kaum zu beruhigen. Ein kurzes
Absetzen brachte ihn wieder sofort zum weinen.
Seit dem kommt er mit lauten Geräuschen und großer Lautstärke nicht klar, er weint
bitterlich los, wenn Jemand nur mal kurz laut lacht. Das ist bis heute so geblieben.
Die nächsten Wochen verbrachten wir nun damit, uns so einzurichten, das wir alle drei
vorübergehend Platz hatten und klar kamen.
Was alles so in den ersten Tagen, Wochen und Monaten in der neuen Stadt passiert ist,
erzähl ich euch das nächste mal.

Die anderen Elternberichte finden Sie hier:

https://sozialtrainer.wordpress.com/tag/elternberichte/

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ADHS Elternbericht Teil 5

Dann kam eine Zeit, in der alles irgendwie schief ging…Ich lernte eine junge Frau
kennen, die auf den ersten Blick eine sehr gute Freundin hätte sein können. Doch leider
war das ein Griff in die berühmte Toilette. Sie bat mich darum, einige Zeit bei mir
wohnen zu dürfen, weil ihre Beziehung gerade sehr kritisch war. Ich willigte ein und die
erste Zeit war auch sehr angenehm. Sie unterstütze mich mit Sebastian und ich konnte
auch mal in Ruhe ein Telefonat führen (ist als alleinerziehende Mutter ja nicht immer so
einfach).
Kurz danach wurde es merkwürdig, sie stellte ungewöhnliche Forderungen an bestimmte
Nahrungsergänzungsmittel (ich solle sie bezahlen, weil sie kein Geld mehr habe), wollte
nur noch bestimmte Nahrungsmittel einer besonderen Marke essen, usw. Alles in allem
wurde es recht teuer. Ich bat sie mit Nachdruck, aus meiner Wohnung wieder
auszuziehen, und zwar, wenn ich am kommenden Wochenende auf einem lang geplantem
Besuch war.

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ADHS Elternbericht Teil 4

Soo, nun mal weiter mit der Fortsetzung.
Sebastian war nun 1 Jahr auf der Welt und wir hatten eine fantastische und wundervolle
Zeit. Eine etwas einschneidende Situation war die Trennung von seinem Vater (bereits in
der Schwangerschaft), das allerdings war bitter nötig.
Die Geburtstagsgeschenke waren meiner Meinung nach ganz typisch.
Es gab einen Würfel, in dem man verschiedene Formen einstecken konnte, ein paar
Bilderbücher, ein paar Klamotten (nicht das wir nicht schon genug hätten), ein Dreirad
und einen Bobycar.
Nun konnte ja das Leben des munteren Kleinkindes losgehen 🙂

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AD(H)S Elternbericht Teil 3

Natürlich folgt auch eine Fortsetzung 😉
Sebastian wuchs und wuchs, bald würde er seinen ersten Geburtstag feiern. Ein wenig
besorgt waren wir, das er nicht im geringsten Lust hatte, zu krabbeln. Immer nur ein
bisschen, gerade ausreichend, um an die begehrte Katze oder das begehrte Spielzeug zu
kommen, dann war es das. Ach, und was war ich glücklich, das er keinerlei Versuche
unternahm, die Schränke auszuräumen.
Er konnte schon recht früh sprechen, so etwa mit 7 Monaten sagte er „Mama“ und
„Kate“ (Katze) und wie vorher schon beschrieben, war er an allem hochkarätig
interessiert. Ansonsten war er weiterhin unkompliziert, schlief in der Nacht mit 6
Monaten komplett durch….nur am Tag wurden die Schlafphasen immer kürzer, und
immer mehr musste Animation und Beschäftigung her. Bilderbücher ansehen, kleine
Geschichten vorgelesen bekommen, Musik hören oder sogar ins Theater mitgehen. Ich
wurde viel auf den hübschen, kleinen und so sehr interessierten Jungen angesprochen.
Aufgefallen ist so kurz vor seinem 1. Geburtstag, das er Probleme machte, wenn er im
Auto im Maxicosi mitfahren solle (ich selbst hatte kein Auto). Nachdem ich dann einen
Kindersitz für Ihn besorgt hatte, mit dem er nach vorne schauen konnte, war das auch
wieder gut.
Das Babyschwimmen machte ihm weiterhin großen Spaß, er genoss das warme Wasser
und fand als einziges Baby seines Kurses den blubbernden Whirlpool toll.
Am Morgen des 1. Geburtstages dann die große Überraschung. Ich setze Sebastian, wie
immer, aus seinem Bettchen auf den Boden. Er lief sofort los. Das hatte er zuvor nie
probiert und außer sich am Sofa hochziehen auch noch so nie geübt.
Was für ein toller Start ins neue Lebensjahr.
Medizinisch waren alle U Untersuchungen absolut im Rahmen, lediglich ein bisschen
Milchschorf wurde „bemängelt“.

AD(H)S Elternbericht Teil 2

Wie es nun mal so ist, Fortsetzung folgt.
Noch während der Schwangerschaft trennte ich mich von Sebastians biologischem Vater,
wir einigten uns darauf, das er noch eine Weile in der gemeinsamen Wohnung bleiben
könne, bis er selbst etwas gefunden habe. Diese Abmachung stellte sich als immer
schwieriger heraus. Er litt an einer schizoiden Psychose. Es gab nur Probleme und Stress,
er war sehr aggressiv und konnte sehr schnell handgreiflich werden. Mehrere Male
musste ich mich deswegen in ärztliche Behandlung begeben, hatte aber nicht den Mut
und die Kraft, ihn endgültig vor die Tür zu setzen. Bis,…, ja bis er erwähnte, das man ja
mit einem großem Küchenmesser das schreiende Problem (Sebastian) leicht beseitigen
könnte. Da überlegte ich nicht, sondern griff zum Telefon und er wurde mit der Polizei
aus der Wohnung entfernt, mit allen Konsequenzen. Uff, habe ich da erst mal
aufgeatmet. Sebastian war damals erst ein paar Wochen alt.

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